Claas: In Le Mans startet die Zukunftsfabrik

Claas hat sein Traktorenwerk im französischen Le Mans – die „Zukunftsfabrik“ - nach dreijähriger Umbauphase offiziell in Betrieb genommen. Im Jahr 2017 gab das Unternehmen den Startschuss für eine erneute Großinvestition in Le Mans. 40 Millionen Euro wurden vor allem in die komplette Erneuerung der Montage und die digitale Transformation des Werkes gesteckt. Damit summieren sich die Investitionen in Le Mans, dem Entwicklungszentrum in Vélizy und dem Test- und Validierungszentrum in Trangé seit der Übernahme von Renault Agriculture im Jahr 2003 auf rund 80 Millionen Euro.
Durch Einsatz modernster Virtual Reality-Technologien konnten bereits bei der Werksplanung alle Prozesse digital durchlaufen werden, selbst mit Traktormodellen, die noch gar nicht produziert werden. Mit 3D-Animationen und VR-Brillen wurden unzählige Möglichkeiten durchgespielt, um alle Montageschritte vom Antriebsstrang bis zu zum fertigen und geprüften Traktor durchzuspielen. 
Ein wesentlicher Faktor für die Automatisierung der Produktion war die Einführung so genannter Automated Guided Vehicles (AGV). 40 dieser autonomen Trägerfahrzeuge transportieren die Traktoren fahrerlos und komplett automatisch von der ersten bis zur letzten Montagestation, und können bis zu 20 Tonnen Last bewegen. Künftig sollen so bis zu 60 Traktoren am Tag produziert werden können, was einer jährlichen Produktionskapazität von mehr als 13.000 Traktoren entspricht - im Vergleich zu heute rund 10.000 Einheiten.
In Le Mans werden derzeit fünf Traktorenbaureihen von 75 bis 460 PS gebaut. Zusammen mit dem Entwicklungszentrum in Vélizy bei Paris und dem Test- und Validierungszentrum in Trangé sind in Le Mans rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.